Beim Kauf eines Hundewelpen spielt das Geschlecht eine bedeutende Rolle. Viele ziehen Hündinnen den Rüden vor. Denn Hündinnen gelten als ruhig und leicht erziehbar, während Rüden als schwierig und dominant gelten. Pubertierende Hunde vergessen meinst alle bereits erlernten Kommandos, was aber nicht bedeutet, dass es kleine Dummchen sind. Aus den süßen Welpen werden rebellische Hunde, zumindest für eine gewisse Zeit.

Jeder Hund hat seinen individuellen Charakter und der wird nicht vom Geschlecht bestimmt. Hündinnen und Rüden, derselben Rasse lassen sich oft an der Größe unterscheiden. Rüden sind meist größer und haben einen robusteren Körperbau.

Hündinnen

Bei Hündinnen wird meist die Läufigkeit als großer Nachteil empfunden. Die Läufigkeit findet 2x im Jahr statt. In dieser Zeit muss man sehr auf seine Hündin achten und sie bei Spaziergängen lieber an der Leine lassen, gerade wenn man Nachwuchs vermeiden möchte 🙂 Viele Hündinnen schaffen es aber auch aus ihrem Grundstück zu entwischen. Achte daher darauf, dass der Zaun hoch genug ist und sich darin keine Löcher befinden.

säugendewelpen

Manche Hündinnen legen während der Läufigkeit häufig unerwünschte Verhaltensweisen an den Tag. Sie verhalten sich dann wie kleine zickige Hühner. Auch im Umgang mit anderen Hunden sind sie oft unerträglich.

Es mag aber auch Hündinnen geben, die in dieser Zeit eher anhänglicher und emotionaler sind. Mit Erfolgen in Hundeschulen, bei Ausstellungen oder Turnieren während der Läufigkeit ist nicht zu rechnen, also versucht es lieber erst gar nicht :-). Bei manchen Veranstaltungen ist die Teilnahme einer läufigen Hündin sowieso untersagt.

Die erste Läufigkeit tritt meist zwischen dem 7. Monat und dem 14. Monat auf. Mit der Läufigkeit gehen auch unerwünschte Blutflecken einher. Bei einer nicht so reinlichen Hündin kann es auch mal passieren, dass ihr die Blutflecken schön verteilt in eurer Wohnung vorfindet. Sogenannte „Höschen“ können dies aber vermeiden.

Neun Wochen nach Ende der Läufigkeit – in der im Grunde kleine Welpen geboren werden würden – tritt bei manchen Hündinnen eine Scheinschwangerschaft auf. In dieser Zeit benimmt sie sich sehr seltsam, buddelt Löcher, sucht alles Mögliche zusammen (z.B Spielzeug) und bewahrt dieses dann dort auf. Sie ist ganz schnell auf hundertachtzig, viel anhänglicher und hat keine Lust sich die Pfoten zu vertreten 🙂 In manchen Fällen produziert sie sogar Milch.

Rüden

Rüden jedoch, haben das ganze Jahr über großes Verlangen nach Hündinnen. Haben Rüden erst einmal die Spur einer läufigen Hündin aufgenommen, reagieren sie oftmals mit Futterverweigerungen, Heulen oder verlieren jegliches Gehorsam. Wir haben bereits eine schlimme Geschichte mit Marley und seinem hohen Verlangen nach läufigen Hündinnen miterleben müssen. Wenn du Lust hast, kannst du den Beitrag gern mal lesen.

>> Nur noch 6 statt 7 Leben

Rüden markieren viel häufiger als Hündinnen. Einen Rüden kastrieren zu lassen kann einem vielleicht das Leben erleichtern, sollte jedoch nur gemacht werden wenn´s keine andere Möglichkeit mehr gibt. Ein kastrierter Hund markiert weniger, zeigt mangelndes Interesse an läufigen Hündinnen und die Lust für´s Raufen lässt nach. Man kann aber nie genau sagen, wie sich eine Kastration im Nachhinein auf den Hund auswirkt. Ich habe mal gelesen, dass vor allem Golden Retriever nach einer Kastration unter starkem Haarausfall litten und das muss ja nicht sein. Eine Kastration kommt für nicht in Frage.

Begegnungen mit anderen Hunden

Rüden präsentieren sich gegenüber anderen oft aufgeschlossen und stolz. Sie testen gern ihren Gegenüber und wollen sehen mit wem sie es zu tun haben. Der Schwanz steht dabei meist nach oben. Im Umgang mit Welpen sind Rüden viel freundlicher und toleranter als Hündinnen. Die Erfahrung haben Marley und ich schon sammeln können. Denn Marleys Freund Pino war von Anfang sehr vorsichtig mit dem kleinen Frechdachs. Währenddessen Tabby, eine Nachbarshündin – Marley von Anfang an nur anzickte.

Hündinnen verhalten sich bei Begegnungen gegenüber Artgenossen eher zickig. Wenn sich die Hündinnen gegenseitig unsympathisch sind, fällt der Streit meist auch härter aus. Erinnert mich ein wenig an Auseinandersetzungen zwischen Frauen 🙂

Eines steht jedoch fest, ein Hund ist – egal ob Rüde oder Hündin – definitiv eine Bereicherung fürs Leben. Ich würde meinen Marley niemals wieder hergeben, egal wie frech er ab und an ist.

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