Ich hätte nie gedacht, dass Hundeerziehung so schwer sein kann. Klar, habe ich mich – bevor Marley bei uns einzog – viel mit dem Thema Hundeerziehung beschäftigt. Ich hatte klare Vorstellungen davon, wie ich Marley erziehen würde. Aber leider gab es gewisse Problemchen bei der Umsetzung. Wir haben das Ganze auf jeden Fall arg unterschätzt. Viele Freunde und Bekannte haben mir gesagt, dass das erste Jahr richtig hart werden würde und das ein Hund schwerer zu erziehen sei als ein Kind. Irgendwie konnte ich mir das gar nicht wirklich vorstellen aber sie hatten schon ein bisschen recht damit. Es gibt einige Punkte die du unbedingt beachten solltest und auf diese werde ich jetzt genauer eingehen.

Inkonsequenz

Vielen Hundehaltern fällt es schwer immer konsequent zu bleiben. Mir ging es nicht anders. Es sind Kleinigkeiten auf die man besonders achten sollte aber die dennoch gerne übersehen werden. Es geht bereits beim Kommando „Sitz“ los. Du lässt deinen Hund sitzen. Anschließend drehst du dich kurz weg und dein Hund steht währenddessen auf. Jetzt solltest du ihn sofort wieder ins „Sitz“ bringen. Denn dein Hund wird ganz schnell merken, dass er, wenn er keinen Bock mehr auf „Sitz“ hat, sich einfach wieder hinstellen kann und keine Konsequenz dafür erfolgt. Wenn das häufiger geschieht, wird er ganz oft sein eigenes Ding durchziehen.

Darf dein Hund mit aufs Sofa? Also hier gilt nur eine Lösung, entweder ja oder nein. Es bringt gar nichts, wenn dein Hund den einen Tag mit dir auf dem Sofa kuscheln darf und an einem anderen nicht. Dein Hund denkt sich dann: „Mhh, warum darf ich denn heute nicht aufs Sofa?“. Es wird dann ganz schwer, ihm das wieder abzugewöhnen, weil er ja vorher mit aufs Sofa dürfte. Also triff die Entscheidung frühzeitig und sei konsequent. Ich könnte noch mehr Beispiele nennen aber das würde den Rahmen sprengen. Gerade Inkonsequenz im Leinentraining oder beim Rückruf kann früher oder später echt frustrierend sein und da spreche ich aus Erfahrung. Mit steigendem Alter wird es immer schwerer Fehler auszubügeln.

Zu viele Wiederholungen von Kommandos

Ein weiterer Fehler, welcher gerne gemacht wird, ist das häufige Rufen eines Kommandos. Auch ich war so ein Hundehalter. Zu diesem Thema habe ich ein super Beispiel. Als ich mit Marley das Rückruf-Training begann machte ich diesen Fehler sehr oft. Marley sollte sich nie weiter als ca. 25 Meter von mir entfernen, also einen bestimmten Radius einhalten. Natürlich hielt er diesen nicht ein, warum auch? Trotzdem rief ich ihn immer wieder zu mir, einfach so. Nur weil ich nicht wollte, dass er 26 Meter weit weg darf. Dieses Kommando führte der kleine Frechdachs aber nicht immer korrekt aus – was, jetzt im Nachhinein betrachtet, natürlich nur an mir lag, ich rief ja schließlich ständig.

Heute denke ich, was muss damals in mir vorgegangen sein? Ein Hund ist doch nicht schwerhörig, er versteht einen auch sehr gut, wenn man etwas ruhiger und leiser spricht. Wenn er einen Befehl nicht ausführt, liegt das eher daran, dass er nicht hören will. Jedenfalls habe ich das ganz schnell geändert und jetzt reicht 1x – in Krisensituationen auch 2x oder per Pfeife – vollkommen aus. Denn verwendet man das Kommando zu häufig, nutzt es sich auf jeden Fall ab.


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Hund Kommando „Hier“: So klappt der Rückruf

Dein Hund kommt nicht wenn du ihn rufst? Der Rückruf ist für mich und viele andere Hundehalter eines der wichtigsten Kommandos die ein Hund unbedin...

Es reicht ein Kommando 1x zu sagen, maximal 2x aber nicht mehr, denn das bringt rein gar nichts, sondern führt nur dazu, dass sich das Kommando mehr und mehr abnutzt. Gerade beim Training des Rückrufes kann ich dir empfehlen es mit der Schleppleine zu versuchen. Denn wenn dein Hund nicht gleich hört, kannst du in einfach zu dir heranziehen. Es hätte überhaupt keinen Sinn, den Hund mehrmals zu rufen, auch weil der Hund so lernt, dass er ja scheinbar nicht gleich kommen muss. Du rufst ja eh mehrmals. Also wieso dann überhaupt kommen?

Zu späte Belohnung

Bei der Erziehung ist neben der notwendigen Konsequenz auch das richtige Timing bei der Belobigung wichtig. Das Lob sollte so schnell wie möglich nach der Ausführung eines Kommandos erfolgen. Oft heißt es, dass man den Hund spätestens nach 3 Sekunden des richtig ausgeführten Verhalten belohnen sollte, denn danach kann er den Zusammenhang zwischen Kommando und Lob nicht mehr verstehen. Halte am besten schon mal 2 Leckerchen in der Hand bereit, so dass du rechtzeitig belohnen kannst und nicht erst ewig in der Tasche kramen musst.

Wenn du zu spät belohnst kann es sein, dass du ihn für falsches Verhalten belohnst. Beispielsweise macht dein Hund auf Kommando „Sitz“ und du suchst nach einem Leckerli, dein Hund ist in dieser Zeit aber wieder aufgestanden und erst dann belohnst du ihn, wäre das die Förderung eines Fehlverhaltens. In diesem Fall hast du deinen Hund für das Aufstehen und nicht für das „Sitz“ belohnt. Der Zeitpunkt ist daher besonders wichtig, wenn es um einen guten Lernerfolg geht.

So lernt mein Hund das Kommando „Sitz“

Das Erlernen des Kommando´s „Sitz“ erfordert nicht viel Arbeit, denn normalerweise machen das Welpen von ganz allein. Das Kommando ist ...

Warte nicht zu lang

Fang so früh wie möglich mit der Erziehung an. Denn desto später, desto schwerer wird die ganze Sache. Den Hund erst im Junghundalter zu trainieren macht es komplizierter, denn bis dahin können sich schon folgenschwere Fehler eingeschlichen haben, welche nur schwer wieder zu korrigieren sind. Ich bereue es immer noch gewisse Alltagssituationen – als Marley noch ein Welpe war – vermieden zu haben. Weil andere der Meinung waren (auch Hundetrainer), dass der Hund im 1. Lebensjahr so wenig wie möglich Treppen laufen oder nicht ins Auto springen sollte. Er wäre zu klein dafür und könnte Schaden nehmen.

Wir, so unerfahren wir waren, haben uns daran gehalten. Marley musste keine Treppen laufen und wurde schön ins Auto getragen und was hat es gebracht? Der kleine Marley hat jetzt Angst vor Treppen und unserem Auto. Jetzt bin ich hart am üben, ihm die Ängste wieder zu nehmen. Nicht gerade ein einfacher Weg. Aber das sind nur Dinge die wir falsch gemacht, zumindest zu viel auf die Meinung anderer erfahrener Hundehalter gegeben haben.

Bringe deinem Hund zudem früh bei alleine im Haus zu bleiben, ruhig an der Leine zu laufen oder zuverlässig zu dir zurückzukommen (Freilauf). Versuche ihn einfach an so viel wie möglich (Gegenstände, Geräusche, Tiere usw.) zu gewöhnen. Ein guter Züchter leistet meist schon gute Vorarbeit in Sachen Prägung der Welpen.

Widerspruch von Mimik und Gestik

Hunde reagieren besser auf unsere Körpersprache als auf Worte. Deshalb dürft ihr Mimik und Gestik nicht unbeachtet lassen. Nach der Meinung vieler Experten liegen Probleme zwischen Mensch und Hund in der Kommunikation hinsichtlich der Körpersprache. Hunde oder Wölfe verständigen sich untereinander hauptsächlich über Mimik und Gestik. Es ist faszinierend wie genau uns Hunde beobachten. Sie merken, wenn wir schlecht gelaunt sind, ob wir Angst haben oder unsicher sind.

Oft ertappe ich mich dabei, wie ich innerlich aufgeregt bin, weil gerade etwas nicht so klappt wie ich mir das vorstelle. Dabei ist es doch so wichtig innerlich Ruhe zu bewahren. Ängste, Stress oder Unruhe können sich schnell auf den Hund übertragen und dann kann man üben wie man will, es klappt einfach nichts. Wir wollen, dass sich der Hund bei uns wohl und sicher fühlt, von daher müssen wir an unserer inneren Einstellung arbeiten. Wenn der Hund merkt, dass wir unsicher sind kann es sein, dass er die Rolle des Beschützers einnimmt und uns den Weg weisen will. Das gilt es aber unbedingt zu vermeiden.

Bei den Kommandos, die ich benutze, baue ich immer ein Sichtzeichen mit ein. Viele benutzen beim „Sitz“ Kommando den nach oben ausgestreckten Zeigefinger. Marley begibt sich bereits ins Sitz sobald ich den Zeigefinger hoch halte. Das korrekte Sichtzeichen in Verbindung mit dem Wortzeichen klappt super. Für den Hund wird es aber verwirrend, wenn das Sichtzeichen nicht zum Wortzeichen passt. Das Wortzeichen „Sitz“ in Kombination mit einer nach unten gerichteten flachen Hand wirkt für den Hund irritierend. Ja, was soll er jetzt machen, „Sitz“ oder „Platz“? Es ist wichtig, dass du dir genau überlegst für welches Kommando du welches Sichtzeichen benutzen willst und das dann auch beibehältst.

Neben den ganzen Kommandos kommt es generell darauf an, wie du deinem Hund gegenüber trittst. Der Körper sollte immer gerade sein, also Brust raus. Ich weis, dass es schwer sein kann den Körper die ganze Zeit gerade zu halten, zumindest ist es bei mir so. Aber das ist eine Frage der Übung. Nichts ist perfekt und wird es auch nie sein. Also versuche immer ruhig zu bleiben und erlebe viele schöne Dinge mit ihm, das wird eure Bindung festigen. Ich wünsche dir und deinem Hund ganz viel Spaß dabei und ich hoffe du konntest ein bisschen was von meinen „schlechten“ Erfahrungen etwas mitnehmen. 😉

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