Wie oft lese ich, dass irgendwo in Deutschland wieder einmal Giftköder ausgestreut wurden und sich Hunde dadurch schwere Verletzungen zugezogen haben oder gar verstorben sind. Diese Meldungen stimmen mich jedes Mal auf’s Neue sehr traurig und machen mich einfach nur wütend.

Wie kann man so herzlos sein und bewusst Hunden etwas antun wollen? Was soll das? Warum handeln Menschen so? Kann man Hunde wirklich so sehr hassen, dass man ihnen absichtlich Schaden zufügen will? Ja, es gibt viele Tierhasser da draußen in der großen Welt. Die Gründe sind unterschiedlich. Oft fühlen sie sich einfach vom Gebell gestört oder können es nicht ab, einen Kothaufen zu sehen. Ich denke aber, die wirklichen Gründe sind ganz andere. Solche Menschen sind einfach krank und brauchen Hilfe. So etwas macht man nicht, wenn man gesunden Menschenverstand hat. Spätestens der Gedanke, dass es sich um Lebewesen handelt und dass der Tod des Tieres bei den Besitzern einen unglaublichen Schmerz auslösen würde, sollte jeden Menschen von solchen Taten abhalten. Das Auslegen von Giftködern ist eine widerwärtige und abscheuliche Handlung. Es gibt dafür keinerlei Rechtfertigung.

Ich habe bereits vor längerer Zeit ein Gespräch mitgehört, was mich mehr als schockiert hat. Eine Person – die in das Gespräch involviert war – meinte tatsächlich, dass wenn sie sich durch einen Hund in der Nachbarschaft genervt fühlen würde, sie es nicht darin hindern würde einen Giftköder in Grundstücke anderer zu werfen. Ich war so wütend. Wie kann man so kaltblütig denken?

So etwas macht mich einfach nur sprachlos. Mir kommt es so vor, als würden immer mehr nur noch an sich denken. Wenn sie nämlich nicht nur an sich denken würde, dann käme sie auf so eine Idee gar nicht erst. Aber weil ihre Interessen viel wichtiger sind als die von anderen, und das für sie scheinbar normal ist (was nichts anderes als asoziales Verhalten ist), kommt so ein Mist dabei heraus. Ob sie es dann auch tatsächlich macht, steht auf einem anderen Blatt. Trotzdem finde ich, sollte allein diese „Androhung“ schon irgendwie strafbar sein. Ich meine, wenn ich einen Menschen bedrohen würde, könnte mich dieser genauso strafrechtlich belangen. Wieso nicht auch bei Tieren? Finde ich unfair!

Vorsicht ist geboten: Die Giftleger werden immer kreativer und skrupelloser

Längst ist es nicht mehr nur Hackfleisch, dass mit Nägeln bestückt wird oder Würstchen, die mit Schneckenkorn angereichert werden. Diese herzlosen Menschen lassen sich immer wieder neue Dinge einfallen. Ich habe in den letzten Monaten auch von Spielzeugen gehört, die vergiftet sind. Meistens ist es Rattengift, dass sie verwenden. In letzter Zeit häufen sich jedoch auch die Fälle, wo scheinbar ein anderes Gift verwendet wird, woran die Hunde viel schneller verenden. Oft schon nach nur einer halben Stunde, nach Aufnahme des Gifts. 🙁 In Berlin gab es dieses Jahr einige solcher Fälle. Es ist eine Schande. Als Hundehalter hat man manchmal gar keine Chance, das Tier zu retten. Im Gegensatz zum Rattengift, dass eher langsam wirkt. Schnelles Handeln ist dann wichtig (mit Magenspülungen, Brechmitteln usw.). Am besten auf Vorrat!

Neben den Giftködern gibt es aber auch noch etliche andere Dinge, die dein Hund besser nicht ins Maul nehmen sollte. Zum Beispiel Kot von andern Hunden. Damit meine Schnuffelnase beides nicht macht, allein weil ich Angst habe und ich nicht weiß, was er da aufnimmt, habe ich ihm von Anfang an versucht beizubringen nichts vom Boden aufzunehmen. Was gar nicht so einfach war, da er ja ein waschechter Jagdhund ist. Aber mittlerweile klappt das ganz gut. Und deswegen will ich dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben.


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Marley Golden Retriever

Es gibt Hunde, die mit Vorliebe ihren Kot oder gar den von anderen Tieren fressen, was ja nicht gerade appetitlich ist. Ich weiß noch als Marley als Junghund aus dem Busch mit einer vollen Windel (ja, da war alles drin) heraus kam und diese auch noch schön herum geschüttelt hat. Yiipih, das war vielleicht ein Spaß. Aber auch verschiedene Gegenstände, wie Draht oder Scherben liegen gern mal in Büschen versteckt. Eine richtige Schweinerei. Gerade Welpen, die ihre ganze Umwelt erst noch erkunden wollen, nehmen gern verschiedene Dinge ins Maul.

Damit es erst gar nicht dazu kommt, möchte ich dir erklären, wie du deinem Hund beibringen kannst keine Dinge vom Boden aufzunehmen. Du musst dir aber bewusst werden, dass du deinem Hund nicht zu 100% beibringen kannst keine Dinge vom Boden aufzuheben. Es kann immer mal passieren, dass dein Hund etwas ins Maul nimmt was er aber nicht soll. Daher gilt es in erster Linie deinen Hund beim Freilauf genau zu beobachten und die Umgebung etwas abzuscannen.

Wie immer gilt: Sei konsequent!

Inkonsequenz ist schon fast eine Todsünde in der Hundererziehung. Bei allem, was du deinem Hund beibringst ist es wichtig, nicht schwach zu werden auch wenn er dich mit seinen treuen Hundeaugen ansieht. Es beginnt bei einfachsten Übungen, wie den Hund erst in den Freilauf zu entlassen, wenn du ihm das Go dafür gibst. Er darf zwar viel selbst entscheiden, er ist ja schließlich genauso eine eigenständiges Lebewesen wie wir das sind. Aber damit die Hund-Mensch-Beziehung gleichermaßen funktioniert, muss ein gewisses Maß an Gehorsamkeit schon vorhanden sein. Ich sage es gerne so, dass wir die Entscheidungen zusammen treffen. Nicht ich alleine bin der absolute Oberchef, der General von allem. Sondern er muss Rücksicht auf mich und ich wiederum auf ihn nehmen.

Das klappt nur, wenn man es auch durchzieht. Es ist nicht förderlich, es heute mal so und morgen komplett anders zu machen. Wenn du deinem Schnuffi also erst nach einem „Go“ den Freilauf erlaubst, dann zieh das auch wirklich durch. Nach ein paar Monaten wird das zur Routine und klappt fast schon wie von selbst. Und genauso verhält sich das auch bei vielen anderen Dingen, zum Beispiel bei Tabus. Das nicht vom Boden aufheben ist auch ein Tabu. Dein Hund ist schlauer als du vielleicht denkst, er merkt sich unglaublich viele Dinge. Ein Leben lang. 🙂

So bringst du deinem Hund bei nichts vom Boden aufzuheben

Ich hatte es ja schon kurz gesagt: Es ist auf jeden Fall nicht die leichteste Übung deinem Hund beizubringen, nichts vom Boden aufzulesen. Ich bevorzuge gern die Methode lernen durch Erfolg. Das bedeutet, dass ich Marley immer dann belohne, wenn er positives Verhalten zeigt. Ich habe meist meinen Clicker mit dabei. Denn ich habe für mich festgestellt, dass Marley so noch einmal viel schneller lernt.

Viele Hundehalter, auch ich, verwenden das Befehlskommando „Nein“ oder  „Aus“, welches du nimmst ist natürlich dir überlassen. Wobei ich das Kommando „Aus“ nur benutze, wenn Marley etwas ausspucken soll. Wenn er beim Training mit dem Dummy die „Beute“ bringt, verwende ich dagegen oft „leg ab“ und er legt den Dummy vor meine Füße. Oder eben „Aus“ damit er ihn mir in die Hand legt und ich ihm daraus fressen lassen kann. Übe anfangs am besten in einer reizarmen Umgebung wie deiner Wohnung, so wird dein Hund nicht die ganze Zeit abgelenkt.

Vorgehensweise

Lege ein Taschentuch oder irgendetwas anderes auf den Boden. Dein Hund wird wahrscheinlich hinrennen und das Taschentuch in seine Einzelteile zerlegen wollen, vor allem wenn er noch ein Welpe ist. Wenn er es aber liegen lässt, beziehungsweise ignoriert lobst du ihn. Wenn du mit dem Clicker trainierst, erfolgt erst der Click und gleich darauf die Belohnung (Leckerli, Spielzeug oder du streichelst ihn ein bisschen). Nach ein paar Wiederholungen kannst du jetzt das Wortzeichen „Nein“ mit einbringen. Dieses Wortzeichen wird später das Signal sein, dass er auch über größere Entfernungen wahrnimmt. Eine Stufe drüber wäre dann noch die Pfeife, die vor allem für Jagdhunde sehr zu empfehlen ist, die durch das Schnüffeln extrem abgelenkt sind. Aber dazu werde ich in einem anderen Artikel mal näher eingehen.

Das Wortzeichen „Nein“ solltest du so oder so aber auf jeden Fall als Abbruchsignal trainieren. Neben dem Abruf „Hier“ ist dieses Wortzeichen das wichtigste.

Wenn dies bereits gut funktioniert, kannst du nun Futter mit ins Spiel bringen. Da Hunde gerne fressen, ist das für sie eine relativ schwere Übung, jedenfalls war es bei Marley so. Lege also ein Leckerchen auf den Boden. Sobald dein Hund im Begriff ist sich auf das Leckerchen zu stürzen sagst du „Nein“ und damit meine ich nicht das Kommando vor dich hin zu flüstern, sondern klar und deutlich auszusprechen. Bei Marley hätte es keinen Sinn, wenn ich das „Nein“ nur vor mich hin säuseln würde. Ich nehme jetzt mal an, dass du deinen Hund soweit einschätzen kannst, ob er sich für das Leckerli interessiert oder nicht. Pass gut auf, dass sich dein Hund nicht ohne Erlaubnis das Leckerli schnappt, denn so belohnt er sich selbst für das falsche Verhalten.

Er darf es nicht aufheben bzw. fressen. Wenn du ihm erlauben würdest, es zu fressen, wäre das zwar ok, aber für das Abtrainieren von „Dinge vom Boden aufheben“ nicht gut. Er würde nur dann nichts Aufheben, wenn du „Nein“ rufst. Das ist auch schon gut und reicht auch oft schon. Aber wenn du sichergehen willst, dass er wirklich nichts vom Boden aufnimmt, solltest du das auch so trainieren. Das heißt, dass du das Leckerchen dann aufnimmst und es ihm gibst. Diesen Ablauf führst du dann am besten an unterschiedlichen Orten durch. Also auf der Wiese, auf dem Gehweg, im Park und überall dort, wo du mit Giftköder rechnen könntest. Er wird lernen, Dinge nicht vom Boden aufzunehmen. Marley ist mittlerweile so weit, dass er vor potentiellen Fressereien auf dem Gehweg oder auf der Wiese stehen bleibt und mich anguckt. Quasi als sollte ich für ihn diese Leckerei aufheben.

Das klingt jetzt zwar relativ einfach, aber es ist ein langer Prozess. Das klappt nicht von heute auf morgen. Marley habe ich natürlich immer wieder dabei erwischt, wie er etwas aufnehmen wollte. Es ist dann wichtig, sofort einzugreifen, damit er es begreift. Heißt, das Wortzeichen „Nein“ muss sitzen. Mehr ist es eigentlich gar nicht. Wenn dein Hund es noch nicht ganz verstanden hat, kannst du ihn auch etwas schubsen oder deine Stimme erheben um ihm zu verdeutlichen, dass er das Leckerchen oder den Gegenstand nicht aufnehmen darf. Achte beim Spaziergang genau auf deinen Hund, beobachte wie er sich verhält, so dass du im Notfall schnell eingreifen kannst. Unsere Wiesen werden oft als Mülleimer umfunktioniert. Denn in der Nähe befindet sich eine Grundschule, als auch eine Kita. Die Kinder lassen gern mal ihr Frühstück auf dem Boden liegen oder schmeißen die Verpackungen von Lebensmitteln auf den Boden. Da wurde wahrscheinlich ein Part in der Erziehung ausgelassen.

So, jetzt wo du weißt wie es geht, heißt es üben, üben und nochmals üben. Ich wünsche dir viel Spaß dabei und viel Geduld. Die wirst du definitiv brauchen. 😉

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