Sollte mein Hund unbedingt „bei Fuß“ laufen können? Ich finde ja, denn es erweist sich als sehr praktisch, gerade wenn man mit seinem Hund durch Fußgängerzonen oder großen Menschenmengen laufen muss. Zudem sorgt das Kommando „Bei Fuß“ für einen entspannteren Spaziergang. Jeder Hund kann das Kommando lernen, vorausgesetzt du bist geduldig und konsequent.

Also ich bin mit Marley schon öfter durch große Menschenmassen gelaufen. Die größte Herausforderung für uns war der Weihnachtsmarkt. Marley ist zu diesem Zeitpunkt recht gut bei Fuß gelaufen und wir sind auch gut durch die Menschenmassen gekommen. Er ist auch ganz ruhig geblieben als andere Hunde ganz nah an uns vorbeigelaufen sind, dass hat mich richtig stolz gemacht. Ich hätte damals nicht damit gerechnet. Ohne das Kommando „Bei Fuß“ wären wir nicht so gut durch die Massen gekommen.

Die Aufmerksamkeit des Hundes erlangen

Man sollte anfangs im Haus üben, fern von den ganzen aufregenden Umwelteinflüssen. Denn dein Hund sollte sich voll und ganz auf dich konzentrieren. Also ich kannte das von Marley, sobald er irgendwas interessantes gehört oder gerochen hatte war ich unwichtig.

Bevor die eigentliche Übung beginnt ist es wichtig, die Aufmerksamkeit deines Hundes zu bekommen. Lass ihn dazu neben dich setzen – am besten an der linken Seite.

Dann rufst du seinen Namen, schnalzt mit der Zunge oder macht irgendetwas anderes, je nachdem auf was dein Hund am besten reagiert. Schaut er dich an lobst du ihn oder gibst ihm ein Leckerchen. Klappt das nach gewisser Zeit gut, kannst du versuchen die Leckerlies zu reduzieren, schließlich soll er die Befehle auch irgendwann ohne Leckerli ausführen. Achtung! Die Übung sollte immer mit einem Auflösekommando, wie beispielsweise „Okey“ abgeschlossen werden. Das signalisiert dem Hund, dass die Übung beendet ist.

Einnehmen der richtigen Position

Mit Dackel an der Leine gehen


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Bevor du anfängst legst du deinem Hund das Halsband und die Leine an. Wie oben bereits erwähnt, sollte der Hund bestmöglich an der linken Seite sitzen. Das ist aber kein Muss, ich habe es nur von Beginn an so gehandhabt und bin schlussendlich dabei geblieben. Der Kopf deines Hundes sollte ungefähr auf der Höhe deiner Hüfte sein. Wichtig! Die Leine muss locker durchhängen. Wird die Leine straff gehalten hält er wahrscheinlich seine Position nicht ein.

Nicht jeder Hund – gerade Welpen – nimmt gleich auf Anhieb neben dir Platz. Manchmal sitzt er auch vor (Bettelpose) oder schräg neben dir. Um das zu verhindern bietet sich ein anderes Kommando wie „Hier“ an. Nenne den Namen deines Hundes, klopf auf dein linkes Bein und sage „Hier„.

Im Idealfall wird er auf die linke Seite gehen und sich hinsetzen. Geht er nicht auf das Hörzeichen ein, kannst du ihn auch mit einem Leckerli locken, dass funktioniert eigentlich immer. 🙂 Denk dran den Leckerlikonsum immer mehr zu reduzieren. Statt dem Leckerli nimmst du später nur noch die Hand oder den Zeigefinger und lockst den Kleinen so auf die linke Seite.

So, dann legen wir mal los

Bevor es losgeht, müssen wir zuerst die Aufmerksamkeit des Hundes bekommen – wie es oben beschrieben ist. Nenne den Namen deines Hundes, mach ein Geräusch oder stupse ihn an. Ist dein Hund dann „online“ wie ich es gern nenne, kannst du damit beginnen, dass neue Kommando „Fuß“ oder „Bei Fuß“ einzubinden. Sage „Fuß“ und geh mit ihm einen Schritt nach vorn. Verlange nicht gleich zu viel von ihm. Bei jedem Training heißt es langsam vorzugehen. Hat er seine Aufgabe gut gemacht, gibst du im ein Leckerchen. Beim nächsten Mal kannst du dann 2 oder 3 Schritte weitergehen und immer so weiter.

Klappt das bereits super, kannst du einen Richtungswechsel einbauen oder das Tempo steigern. Bei der Belohnung ist es wichtig, den richtigen Moment abzupassen. Eine zu frühe oder zu späte Belohnung verhindert einen Trainingserfolg.

Du solltest viel Geduld aufbringen, denn dein Hund lernt ein Kommando nicht innerhalb weniger Stunden. Es bringt rein gar nichts deinen Hund zu überfordern, er wird dadurch nur verwirrt und begreift nicht was du von ihm willst. Zudem stresst du dich selbst und überträgst das auf deinen Hund. Hunde sind sehr sensible Tiere und merken wenn mit dir was nicht stimmt.

Macht dein Hund etwas falsch musst du ihn korrigieren. Wenn du die Leine bis jetzt immer schön straff gehalten hast, merkt dein Hund viel eher wenn du an der Leine ruckst. Hast du die Leine jedoch immer straff gehalten wird er das Rucken nicht wirklich wahrnehmen und nicht merken, dass er etwas falsch gemacht hast. Grundsätzlich gilt, dass du nicht zu hart an der Leine ziehst. Ich hab da schon schlimme Dinge gesehen.

Der Hund soll neben uns laufen

Hund soll neben uns laufen

Sinn und Zweck des Kommandos „Fuß“ ist, dass der Hund neben uns läuft. Hunde laufen gern mal voraus um uns den Weg zu zeigen. Das wollen wir aber verhindern. Als Marley anfangs nicht an meiner Seite laufen wollte, habe ich mich konsequent vor ihn gestellt oder meine Hand an seinen Brustkorb gehalten. Mit der Zeit hat das super funktioniert. Heute läuft er 1A „Bei Fuß“.

Es gibt auch die Möglichkeit immer wenn er zieht die Richtung zu wechseln. Meiner Meinung nach ist diese Methode effektiver wenn es ums Training der Leinenführigkeit geht. Aber vielleicht klappt es mit deinem Hund besser.

Die Trainingseinheiten sollten zu Beginn nicht länger als 5 Minuten betragen und dafür öfters am Tag wiederholt werden. Welpen können sich noch nicht solang konzentrieren, daher bleibt bei zu langem üben ein Trainingserfolg aus.

Training unter Ablenkung

Klappt das „Bei Fuß“ gehen ohne Ablenkung bereits gut ist es an der Zeit den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Für manche Hunde reicht schon eine Wiese auf der am Tag mehrere Hunde entlanglaufen oder andere verlockende Ablenkungen wie zum Beispiel, Bäche, Buddellöcher usw. vorhanden sind. Der Hund wird die verschiedenen Gerüche viel ansprechender finden als das Training von Kommandos. So kann es schnell mal passieren, dass der Hund durch ausgiebiges Schnüffeln zurückbleibt. Immerhin ist buddeln ja auch interessanter als langweiliges üben.

Hund spielt im hohen Gras

Ich habe es so gehandhabt, indem ich Marley an meine linke Seite gezogen und ihm das Kommando für „Sitz“ gegeben habe. Damit er mir wieder Aufmerksamkeit schenkt habe ich ihn mit seinem Namen angesprochen. Als er mich dann angeschaut hat, habe ich „Fuß“ gesagt und die Übung von neuem begonnen. Und wieder wurde er von irgendetwas spannenderen abgelenkt und so begann ich immer wieder von vorn. Dabei hieß es konsequent und geduldig zu bleiben und das fiel mir in diesem Moment sehr schwer.

Zusammenfassung

  • Zeitig mit dem Training beginnen (Welpenalter)
  • Zuerst in ruhiger Umgebung trainieren (Wohnung/Haus)
  • Ausgangsposition „Sitz“ an linker Seite
  • Aufmerksamkeit des Hundes erlangen, beispielsweise durch nennen des Namens, schnalzen oder antippen
  • Belohnung zum richtigen Zeitpunkt (Leckerchen oder streicheln)
  • Leine locker hängen lassen, nicht straff halten
  • Hund sollte neben dir laufen
  • Bei Fehlverhalten korrigieren
  • Geduld und Konsequenz zahlen sich aus
  • Kurze Trainingseinheiten (max, 5 Minuten)

Ich hoffe diese Tipps erleichtern dir das Einüben von „Fuß“. Also mein Marley hat „Fuß“ relativ schnell gelernt. Mittlerweile läuft er sogar neben mir und schaut mich die ganze Zeit über an. Das sieht so niedlich aus. 🙂

Übrigens: Noch mehr tolle Kommandos zum Einüben findet ihr in meiner Kommando-Rubrik.

Viel Spaß beim Üben!

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