Hunde die sehr viel bellen, findet eigentlich jeder nervig.

Dabei bellen Hunde immer aus einem bestimmten Grund. Am häufigsten dann, wenn sie entweder Angst haben und etwas verteidigen wollen oder neugierig auf etwas sind. Zum Beispiel die Menschen, die vor dem Grundstück spazieren gehen, sind entweder eine Bedrohung oder interessant.

Um eine Möglichkeit zu finden, damit das Bellen deines Hundes weniger wird, muss man zunächst den Grund für das Bellen finden. Das Bellen ist eine Art der Stimmkommunikation, welches je nach Gegebenheit einen unterschiedlichen Sinn haben kann.

Bevor ich dir zeige, wie du am besten das Bellen abgewöhnen kannst, schauen wir uns erstmal mögliche Gründe etwas genauer an. Das hilft dir herauszufinden, warum dein Hund bellt. Und wenn du weißt, warum er bellt, kannst du gezielt vorgehen und sein Verhalten korrigieren.

Die häufigsten Gründe warum Hunde bellen

Bellen als Schutzvorrichtung

Wenn ein Mensch oder ein Lebewesen in eine Region kommt, das dein Hund es als sein Territorium betrachtet, kommt es häufig zum übermäßigen Bellen. Je näher jemand dem Hund kommt, desto lauter wird das Bellen. Dein Hund wirkt auch wachsam und sogar aggressiv und es kann zu Momenten kommen, wo er auch jemanden angreift.

Medizinisches Problem

Einige Hunde bellen, weil sie Schmerzen haben oder ein medizinisches Problem haben. Überprüfe, ob dein Hund irgendwo eine empfindliche Stelle hat. es kann bellen, wenn dieser Bereich berührt wird. Du solltest deinem Hund von einem Tierarzt untersuchen lassen, da einige Hunde Schmerzsymptome gut verbergen können, selbst wenn du sie berühren und manchmal kann es schwierig sein, die Schmerzen in Bereichen wie Ohren oder Mund zu beurteilen.

Wach-/und Alarmfunktion

Einige Hunde bellen bei Geräuschen oder Gegenständen, die deine Aufmerksamkeit erregen oder sie erschrecken. Dies kann überall passieren, nicht nur in ihrem Heimatgebiet.

Depressionen und Einsamkeit beim Hund

Hunde sind Lasttiere. Hunde, die längere Zeit allein gelassen werden, ob im Haus oder auf dem Hof, können sich langweilen oder traurig werden und bellen oft, weil sie unglücklich sind.

Bellen als Begrüßung oder Aufmerksamkeitssignale

Hunde bellen oft, wenn sie jemanden begrüßen wollen. Es ist normalerweise eine fröhliche Art von Bellen, begleitet von Schwanzwedeln und manchmal Springen.
Hunde bellen oft, wenn sie etwas wollen, z. B. nach draußen gehen, spielen oder sich verwöhnen lassen.

Das zwanghafte Bellen

Hunde mit Angst vor einer Trennung von ihrem Herrchen bellen oft übermäßig, wenn sie allein gelassen werden. Sie zeigen normalerweise auch andere Symptome wie Stimulation, Destruktivität, Depression und unangemessene Beseitigung. Oft machen sie auch wiederholte Bewegungen, z. B. im Kreis oder entlang eines Zauns.

So gewöhnst du deinem Hund das ständige Bellen ab

Es braucht Zeit, Arbeit, Übung und Geduld, damit dein Hund weniger bellt.

Die Arbeit wird sich aber lohnen!

Es wird nicht über Nacht passieren, aber mit den richtigen Techniken und der richtigen Zeit kannst du die Fortschritte sehen. Und hinterher wirst du froh sein, dass du Zeit investiert hast.

Ganz und gar nicht gut ist es, wenn du ihn anschreist. Denn das Schreien regt deinem Hund dazu an, mehr zu bellen, weil er glaubt, dass du mitmachst.

Die erste Regel lautet also, ruhig und fest zu sprechen, aber nicht zu schreien!

Die meisten Hunde wissen nicht, was du willst, wenn du ihn anschreist mit etwas wie „halt die Klappe“. Trainiere deinen Hund am besten so, damit er das Wort „Ruhig!“ versteht.

Möglichkeit 1:

In der Hundeerziehung gibt es einen ganz wichtigen Punk: Der Spaß!

Ohne Spaß begreift dein Hund viel viel langsamer, was du von ihm willst. Versuche also, in Situationen wo er gerne und oft bellt, ihn zum Spielen zu animieren. Lenke ihn mit dem Spiel ab.

So wird er nach und nach vergessen, warum er eigentlich immer gebellt hat, wenn der Postbote geklingelt hat oder das Telefon klingelt.

Möglichkeit 2:

Eine andere Möglichkeit ist, ihn mit Futter abzulenken. Sobald es an der Tür klingelt, kannst du ihn ins „Platz“ bringen und ihn mit einem gesunden Leckerchen belohnen. Dann gehst du ruhig und ohne Kommentar zur Tür und er bleibt zurück.

Das wird natürlich nicht beim ersten Mal direkt perfekt klappen. Aber bleibe dran und bringe ihn jedes Mal bevor du zur Tür gehst ins Platz.

Wenn er ruhig ist und keine Mucken macht, wird er belohnt wenn du wieder zu ihm zurückgehst.

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Was ist, wenn mein Hund im Garten oft bellt?

Auch im Garten kannst du die beiden genannten Möglichkeiten sehr gut anwenden.

Da dein Hund im Garten jedoch mehr Möglichkeiten hat, vor dir zu flüchten um trotzdem weiterzubellen, empfehle ich am Anfang den Einsatz einer Schleppleine.

Du gehst mit ihm also nur noch mit Schleppleine in den Garten und wartest bis der auslösende Grund eintrifft, warum dein Hund auch sonst immer bellt.

Warte zum Beispiel auf Spaziergänger oder bitte den Nachbarn, testweise am Zaun langzugehen.

Sobald dann dein Hund bellt, lenkst du ihn effektiv ab. Jeder Hund lässt sich anders ablenken. Der eine mag Suchspiele, der andere Dummy-Werfen und der dritte mag gerne kuscheln.

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Wenn sich dein Hund erfolgreich ablenken lässt, ist das ein gutes Zeichen.

Sollte er sich dagegen nicht ablenken lassen und trotzdem bellen, obwohl du ihn an der Schleppleine hast, dann solltest du anders vorgehen und ihn gezielt korrigieren.

Mit korrigieren meine ich NICHT, ihn einen Schlag zu verpassen oder sehr stark an der Leine zu rucken. Sondern gehe lieber folgendermaßen vor:

Dein Hund ist an der Schleppleine, der Grund zum Bellen tritt ein und sobald er bellt ruckelst du kurz an der Schleppleine und lässt ihn „Sitz“ machen.

Wenn er Sitz macht und ruhig ist, GUT. Wenn er Sitz macht und trotzdem bellt, dann geh zum ihm ihn und stelle dich zwischen Hund und Auslöser (zum Beispiel Spaziergänger oder Nachbar). Dann sagst du „Ruhig“ und belohnst ihn mit einem Leckerchen.

Anschließend lenkst du ihn mit einem Spiel ab.

Diesen gesamten Vorgang wiederholst du so oft bis es besser wird. Auch hier wird es natürlich nicht sofort perfekt klappen. Aber er wird merken, dass du nicht gut findest, was er macht. Und gleichzeitig bekommt er sogar noch etwas Leckeres und anschließend wird gespielt.

Der Grund zum Bellen rückt mehr und mehr in Vergessenheit!

Der letzte sanfte Ausweg gegen ständiges Hundebellen!

Sollten alle genannten Schritte bei dir keinen Erfolg zeigen, gibt es noch die Möglichkeit zur Wasserflasche.

Diese kannst du verwenden, um ihn mit Wasser zu bespritzen, sobald er den Nachbarn oder die Spaziergänger anbellt. Diese Art der Korrektur ist ziemlich effektiv, kann aber auch das Verhältnis zwischen dir und deinem Hund schädigen.

Um jedoch das Bellen abzugewöhnen, kann man das vorübergehend in Kauf nehmen. Wichtig ist, dass anschließend trotzdem gekuschelt oder gespielt wird, um die Mensch-Hund-Bindung gleichzeitig zu stärken.

An der Schleppleine spielst du dann kleine Suchspiele mit deinem Hund. Jeder Hund mag Suchspiele mit Leckerchen, die du versteckst.

Wichtig ist, dass dein Hund versteht, dass er sich nicht zu langweilen braucht.

Im Garten lässt es sich sogar noch viel besser spielen, deshalb stehen die Chancen gut

In Situationen, in denen der Postbote zur Tür kommt und klingeln will oder das Telefon klingelt und dein Hund sehr laut wird, solltest du versuchen etwas zu tun das deinen Hund einfach vom Bellen ablenkt oder versuchen genau in diesem Moment den Napf zu füllen, damit der Hund mit dem Essen beschäftigt wird.

Wenn dein Hund gerne Holspiele spielt, bringe es ihm bei, sein Spielzeug sein Ball zu holen, wenn die Situation eintritt, die ihm dazu verleit zu bellen. Du kannst versuchen deinen Hund ins Bett zu bringen, da dies sie aus dem Bereich entfernt, aus dem der Auslöser kommt.

Belohne deinen Hund für gutes Benehmen immer mit einem Leckerbissen, da dies sie dazu ermutigt, das Gute beim nächsten Mal wieder zu tun.

Eine andere Sache, die du versuchen kannst, ist das Aufnehmen von Geräuschen, die das Bellen auslösen und diese deinem Hund wiedergeben – zunächst sehr leise und schrittweise die Lautstärke erhöhen -, während du ihn mit Futter belohnst. Dies ist ein Prozess, der als Desensibilisierung und Gegenkonditionierung bekannt ist.

Wenn du dich für diese Methode entscheidest, musst du sicherstellen, dass du deinem Hund während des Trainings nicht dem „echten“ Klang aussetzt. Wähle eine Zeit aus, zu der du keine Besucher erwartest und platziere eine Notiz an deiner Haustür, in der du die Besucher bittest nicht anzuklopfen.

Mit Hilfsmittel das Bellen unterbinden

Es gibt eine Vielzahl von Hilfsmittel auf dem Markt, die behaupten, das lästige Bellen bei Hunden zu stoppen und eine schnelle Lösung zu bieten. Darunter fallen Sprüh- oder Elektroschockhalsbänder, Druckluftsprays, Rasseldosen und andere Geräte, deren Funktion es ist, einen bellenden Hund zu erschrecken Schmerzen oder Beschwerden zu verursachen, um ihm beizubringen, dass mit dem Bellen unangenehme Folgen entstehen können.

Während einige möglicherweise kurzfristig arbeiten, tun sie leider wenig, um die Motivation hinter dem Bellen anzugehen und handeln daher nur, um das Verhalten zu unterdrücken, ohne das tatsächliche Problem zu lösen.

Darüber hinaus kannst du mehr Schaden als Nutzen anrichten, indem du deinem Hund unnötigen Stress und sogar Schmerzen verursachst.

Weiterhin wird das Benutzen von Geräten, die Haustiere bestrafen, wahrscheinlich die Bindung zwischen dir und deinem Hund verschlechtern, was bedeutet, dass dein Hund in Zukunft weniger deine Anweisungen folgt und es so zu weiteren Problemverhalten kommen kann.

Du solltest also lieber als letzte Instanz einen Hundetrainer bezahlen, bevor du versuchst mit solchen „faulen“ Hilfsmitteln das Bellen deines Hundes zu unterbinden.

Welche Probleme habt ihr mit eurem Hund?

Ihr könnt mir gerne einen Kommentar zu eurer Situation hinterlassen und ich werde versuchen, euch so gut es geht aus der Ferne zu helfen. Meistens reichen schon kleine Schritte, damit sich das übertriebene Bellen eines Hundes deutlich verbessert. Dir und deinem Liebling wird es dann besser gehen.


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