Du bist mit deinem Hund unterwegs. Dein Hund läuft frei herum und geht auf Entdeckungstour. Plötzlich siehst du einen, für dich unbekannten, Hund frei herumlaufen und rufst deinen Hund zurück. Doch er ignoriert dich und rennt auf den fremden Hund zu. Du rufst und rufst aber er kommt einfach nicht zu dir. Vielleicht kennst du dieses Szenario. Es kann ganz schön nervenaufreibend und peinlich sein, wenn der eigene Hund nicht hört. Man geriet schnell in Selbstzweifel und fragt sich, was man nur falsch gemacht hat.

Aber es hilft nichts sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Stattdessen solltest du dir überlegen, wie du dieses Problem angehen kannst. Ich will dir dabei helfen, eine Lösung dafür zu finden.

Was kann ich tun?

Wenn der Hund noch klein ist weicht er uns oft keinen Schritt von der Seite. Doch je älter er wird, desto interessanter wird die ganz Welt um ihn herum. Es vergisst jegliche Kommandos, obwohl er durchaus weis, was diese zu bedeuten haben. Aber andere Hunde, Gerüche oder Buddellöcher sind einfach viel aufregender als wir selbst.

Jetzt gibt es keine andere Möglichkeit als den Freilauf für eine längere Zeit zu unterbinden und mit einer sogenannten Schleppleine zu trainieren. Die Schleppleine ist das perfekte Hilfsmittel und sehr effektiv, da kann ich aus Erfahrung sprechen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Längen – wie zum Beispiel 5, 10 oder 20 Meter – und Materialien. Du musst selbst entscheidenen mit welcher Schleppleine du arbeiten willst.

Training mit der Schleppleine

Du musst nicht mal lang üben, bei manchen Hunden reicht eine Woche Schleppleinen-Training vollkommen aus. Aber nur, wenn du konsequent dran bleibst und fleißig trainierst. Die Schleppleine dient dir wie ein verlängerter Arm und kann das unerwünschte Verhalten des Hundes auch über größere Distanz unterbrechen. Beispiel: Gib deinem Hund das Kommando „Hier“. Schenkt er dir null Aufmerksamkeit ruckst du einfach an der Leine und ziehst deinen Hund zu dir. Der Rückruf ist ein wichtiges Kommando, denn er schützt den Hund vor Gefahren, wie Giftködern oder aggressiven Hunden.

Viele raten beim Training mit der Schleppleine  zu einem Geschirr um Verletzungen der Halswirbelsäule vorzubeugen. Ich habe es jedoch mit dem Halsband geübt und es hat meinen Hund – soweit ich das beurteilen kann – nicht geschadet. Aber das ist jedem selbst überlassen. Nachdem du die Leine am Brustgeschirr oder Halsband befestigt hast, kann es auch schon losgehen.

Brustgeschirr

Beim Brustgeschirr kannst du die Leine einfach am Boden hinterher schleifen lassen. Achte darauf, dass sich die Leine nicht an irgendwelchen Bäumen oder Wurzeln verheddert. Während der Trainingsphase bietet es sich an festes Schuhwerk zu tragen, falls du spontan auf die Leine treten musst. Beim Halsband solltest du die Leine etwas weiter nach oben halten, damit sie sich nicht zwischen den Beinen verfängt.

Wir Hundehalter können durch die Schleppleine auch Verletzung – Brandverletzungen – davon tragen. Wenn der Hund – aus irgendwelchen Gründen – plötzlich an der Leine zieht kann das schon richtig schmerzen. Am besten ist es sie auf dem Boden schleifen zu lassen. Ich habe ab und an auch dünne Handschuhe angezogen, damit ich meine Hände nicht verletze.

Beispiel

Du gehst mit deinem Hund – natürlich mit Schleppleine – spazieren. Plötzlich fängt er an zu schnüffeln. Jetzt versuchst du ihn abzurufen, wie „Hier“ oder „Komm“. Ignoriert er dich, wechselst du die Richtung. Folgt er dir, lobst du ihn mit Leckerchen, Streicheleinheiten oder netten Worten. Immer, wenn dein Hund dich ansieht wird er belohnt damit er weis, dass er etwas richtig gemacht hat. Klappt das bereits gut kann die Schleppleine auch verlängert werden. Fürs Dummytraining habe ich immer eine 20 Meter Leine benutzt, dass war ein Gewirre.

Wenn dein Hund jetzt wieder beginnt eine heiße Spur aufzunehmen und dich keines Blickes würdigt, gibst du ihm das Kommando „Hier“ und ruckst an der Leine. Dieser Ruck sollte nicht allzu hart sein. Lässt er von der interessanten Spur ab und kommt zu dir belohnst ihn.

Richtungswechsel

Jetzt versuchst du den Richtungswechsel nicht mehr durch ein Kommando anzukündigen, sondert wechselst einfach die Richtung. Lauf nach rechts, links oder mach einfach kehrt. Dein Hund wird dir mit der Zeit immer mehr Aufmerksamkeit schenken. Schaut er dich an und geht dir artig hinterher, wird er immer schön gelobt.

Wichtig

Jeder Spaziergang erfolgt mit der Schleppleine. Der Hund wird während des Trainings nicht von der Leine gelassen, erst wenn der Rückruf perfekt klappt kannst du ihn wieder frei laufen lassen. Das wird den Hund vorerst nerven aber da muss er durch. Du kannst deinen Hund auch super an der Schleppleine beschäftigen.

Du kannst ihn knuddeln, kleine Zerrspiele mit ihm machen und sogar apportieren lassen. Wenn du Angst hast, dass sich dein Hund während des Spiels in der Schleppleine verfängt, kannst du ihn auch ableinen. Manche Hunde sehen dies aber als Chance und hauen ab. Es wird schwer sein den Hund davon abzuhalten. Wenn du dir also nicht sicher bist, dass er abhaut lässt du die Schleppleine lieber dran. Denn es reicht ein Ruck an der Leine und der Hund ist wieder online. Reagiert er auf dein Kommando lobst und knuddelst du ihn. Wälze dich mit ihm auf dem Boden oder was dir auch immer einfällt.

Fazit

Die Schleppleine ist ein wirklich gutes Mittel zum Training des Rückrufs. Du wirst dir damit unnötigen Ärger ersparen. Wie gesagt, die Trainingsdauer muss nicht zwingend lang sein. Es kommt immer darauf an, wie schnell dein Hund lernt seine Aufmerksamkeit auf dich statt auf andere Dinge zu richten. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Training. Versuche ruhig zu bleiben und Wut oder Verzweiflung zu unterdrücken. Ich weis, dass es sehr schwer sein kann aber es lohnt sich dranzubleiben. Also meine Lieben, bleibt dran und dann wird alles gut.

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