Wer kennt es nicht, dieses Bild wenn der Hund seinem Herrchen beim Spaziergang den Weg zeigt. Ich habe mich schon immer gefragt warum sich die Hundebesitzer so durch die Gegend ziehen lassen?! Das kann doch kein angenehmer Spaziergang sein. Ich muss zugeben, dass das Training der Leinenführigkeit nicht einfach ist und viel Geduld erfordert. Aber die Arbeit ist es wert, denn ich hätte keine Lust mich von Marley herumziehen zu lassen.

Außerdem wäre es mir total unangenehm, wenn mich andere Passanten dabei beobachten würden, wie mein Hund mich ausführt. Bei einem kleinen Hund – der vielleicht gerade mal 10 kg wiegt – geht das ja noch aber es gibt auch Hunde die über 30kg, oder sogar mehr wiegen und dann wird´s schwierig.

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Du musst die Leinenführigkeit so früh wie möglich trainieren, denn das Training wird mit zunehmenden Alter immer aufwendiger. Das lockere laufen an der Leine ist für mich einer der wichtigsten Aspekte in der Hundeerziehung. Denn nur so machen die Spaziergänge auch Spaß. Als Marley anfangs noch nicht so gut an der Leine lief, hatte ich nach unseren täglichen Spaziergängen richtig die Nase voll. Mir war dann sofort klar, dass sich daran was ändern muss.

Fehler beim Training der Leinenführigkeit

Hunde sind schlaue Tiere und lernen auch sehr schnell, vor allem durch Erfolgserlebnisse und positive Verstärkung. Während des Leinentrainings können beim Hund viele Missverständnisse auftreten.

Was denkt mein Hund beim Spaziergang?

Viele Hunde denken, dass umso mehr sie ziehen, sie auch schneller an ihr gewünschtes Ziel gelangen. Mein Marley hat auch immer gezogen wie ein Ochse, glücklicherweise habe ich mir nie meinen Arm ausgekugelt. Viele Hundehalter machen den Fehler, dass sie jedes Mal stehen bleiben wenn der Hund schnuppert und erst weitergehen wenn er damit fertig ist. Das ist falsch, denn du bist der Boss und entscheidest wann es weiter geht.

Deinen Hund freut es natürlich, wenn du in seinem Lauftempo hinterhergehst und dich überall dahin ziehen lässt wo er will. Lässt du dir das gefallen, bedeutet das für deinen Hund, dass er es mit dir machen kann.

Durch das konstante Ziehen an der Leine bekommen die Hunde nach dem Spaziergang oft Nackenschmerzen. Aber wen wundert es? Ist ja logisch, dass das nicht gesundheitsfördernd sein kann. Ich denke, dass viele Hundehalter dieses Szenario kennen. Aber keine Sorge das geht vorbei. Du musst deinem Hund nur klar machen, wie das mit der Leinenführigkeit funktioniert und was er falsch macht. Denn eigentlich ist das gar nicht so schwer wie es anfangs den Anschein macht.

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Mit Leckerli zum Erfolg

Der Hund muss die Leinenführigkeit mit etwas positiven verbinden. Denn ich denke, dass kein Hund gerne an der Leine läuft sondern dem Freilauft bevorzugt. Leckerli können eine super Hilfe sein, dass der Hund die Leine mit etwas positiven verknüpft. Bei Welpen muss das Laufen an der Leine erst geübt werden. Dafür eignet sich ein Geschirr, denn das löst im Gegensatz zum Halsband keine Schmerzen aus.

Leinenführigkeit, so funktioniert´s

Bevor es losgeht, lässt du deinen Hund an der linken Seite neben dir sitzen und nimmst die Leine in die rechte Hand. Die Leckerli werden dem Welpen immer von der linke Seite aus gereicht. Damit du von ihm die gewünschte Aufmerksamkeit bekommst ist es wichtig, dass du dir irgendein Geräusch oder anderes ausdenkst. Ich nenne meinen Hund immer beim Namen oder schnacksel mit der Zunge. Denk daran, dass die Leine beim Training immer schön locker durchhängt. Hast du dann die Aufmerksamkeit deines Welpen bekommen, beginnst du mit der Übung in diese du auch gleichzeitig das Kommando „Fuß“ einbauen kannst.

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So, also zuerst musst du die Aufmerksamkeit deines Hundes bekommen in dem du seinen Namen nennst und los gehts. Beim Gehen baust du das Kommando „Fuß“ ein und gibst ihm Leckerechen. Lässt die Aufmerksamkeit deines Hundes nach und er geht lieber auf Schnuppertour, wechselst du einfach die Richtung. Schaut er dich dann wieder an sagst du „Fuß“ und gibst ihm ein Leckerchen.

An der Leine zu rucken ist nicht effektiv, es sorgt eher für ein negatives Erlebnis und das ist ja nicht unser Ziel. Beachte, dass immer wenn sich dein Hund von dir abwendet, du die Richtung wechselst. Das ist wirklich sehr anstrengend und du kommst nicht wirklich voran. Aber die Mühe lohnt sich und du wirst in nächster Zeit auch Erfolge erzielen, glaubt mir.

Versuch ruhig zu bleiben auch wenn es sehr, sehr schwer ist. Bist du innerlich aufgewühlt überträgt sich das ganz schnell auf deinen Hund und das wird dir nicht zum Erfolg verhelfen. Außerdem ist gerade ein Welpe nicht in der Lage sich lange zu konzentrieren. Übst du zu lang wird er mit der Zeit immer unkonzentrierter und das Training ist dann praktisch sinnlos.

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Eine weitere Übung ist, dass immer wenn die Leine durch das Ziehen gespannt ist, du stehen bleibt. Bei dieser Übung läufst du erst wieder los, wenn die Leine locker durchhängt und sich dein Hund im besten Fall sogar hingesetzt hat. Mit Marley hat das nicht funktioniert. Denn dadurch kam ich überhaupt nicht voran, da ich nur stehen bleiben musste, weil Marley immer gleich voller Power wieder losgesprungen ist. Aber vielleicht klappt die Methode ja bei dir.

Die Leinenführigkeit solltest du auf großen Flächen üben, unabhängig vom Straßenverkehr oder anderen Ablenkungen. Ist dein Hund aus irgendwelchen Gründen gestresst, bringt das Training rein gar nichts. Vergesse nicht ruhig mit deinem Hund zu sprechen, ein zu harscher Ton hat null Effekt. Wir Menschen fühlen uns ja auch nicht wohl wenn jemand streng mit uns spricht. Natürlich ist auch eine vertraute Beziehung zwischen dir und deinem Hund von Vorteil.

Nur Geduld bringt euch voran. Für viele Hundehalter ist das Erlernen der Leinenführigkeit eine pure Qual. Ich kann das nur zu gut verstehen, denn wer mag sich gerne durch die Gegend ziehen lassen?!

Zusammenfassung

  • positive Verbindung herstellen
  • Einsatz von Leckerli als Belohnung
  • liebevoller und konsequenter Umgang mit dem Hund
  • keine langen Trainingszeiten (nicht länger als 10 Minuten)
  • Geduld zahlt sich aus
  • kein rucken und ziehen an der Leine
  • Startposition an linker Seite
  • rufen des Hundenamens um Aufmerksamkeit zu bekommen
  • bei Nachlassen der Aufmerksamkeit Richtungswechsel
  • Training an ruhigen Orten durchführen
  • Am Anfang keine Ablenkung durch Tiere, Menschen, Autos usw.
  • Spaß haben
  • Leine muss immer locker durchhängen
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