Warum ist der Golden Retriever so beliebt bei den Menschen? Was zeichnet diese Hunderasse aus? Das sind Fragen, die ich dir gern beantworten möchte. Für mich war es ganz wichtig zu wissen, was ich mir mit dem Golden Retriever für einen Hund ins Haus hole. Dafür habe ich mir auch extra ein Buch zur Rassenbeschreibung zugelegt. Denn ich denke, dass der Golden Retriever oft unterschätzt wird. Er ist mehr als nur ein Familienhund.

,,Ein Golden Retriever vertreibt keine Einbrecher, stattdessen freut er sich über den Besuch und hilft ihm, die Wertsachen aus dem Haus zu tragen.“

Ich denke dieses Sprichwort beschreibt den Goldi ganz gut. Wenn du einen Wachhund suchst, dann solltest du dich lieber nach einer anderen Rasse umschauen. Mir war es immer sehr wichtig, einen freundlichen und kontaktfreudigen Hund zu haben und den hab ich definitiv gefunden. Marley zeigt gegenüber anderen Personen keinerlei Aggressionen oder Ängstlichkeit. Er ist immer fröhlich und freut sich über jeden. Andere Hunderassen haben eine sehr hippelige Art, währenddessen der Golden Retriever sehr ausgeglichen ist. Schon als Welpe hat sich Marley von jedem berühren lassen und ist mit Freuden auf jeden zugerannt. Im Nachhinein bereue ich dies ein wenig, denn Marley läuft heute immer noch fröhlich vergnügt auf jeden zu um ihn zu begrüßen, was nicht immer gut ankommt. Beim nächsten Hund werde ich das auf jeden Fall anders angehen.

Der Golden Retriever ist kein Zwingerhund, er wird nicht umsonst als Familienhund bezeichnet. Marley muss immer in unserer Nähe sein und das genießen wir auch. Er hat sich wirklich schnell und problemlos in unsere kleine Familie integriert. Ich konnte bei Marley feststellen, dass er besonders gut auf Kinder und andere Tiere reagiert. Meinen Katzen tritt er sehr vorsichtig gegenüber, speziell Muffin (Britisch Kurzhaar) steht unter Marleys besonderem Schutz und genießt die meiste Aufmerksamkeit.

Ein großer Knuddelteddy

Der Golden Retriever hat einen stolzen und robusten Körper, ihn haut so schnell nix aus den Socken. Selbst bei starken Storm – wo es mich fast weg wedelt – steht Marley noch stabil auf seinen 4 Beinen. Das tolle an Marley ist sein ausgeprägter Schädel, ein typischer Goldikopf. Er wirkt dadurch so richtig männlich. Ich knutsche ihn zu gern ab, weil er einfach so ein süßes Gesicht hat. Seine liebevollen und treuen braunen Augen mit den kleinen Wimpern sind einfach zum Dahinschmelzen.

Der Goldi ist ein super Kuschelhund. Sein langes Fell ist relativ pflegeleicht. Selbst wenn ich Marley einige Zeit lang nicht gekämmt habe, ist sein Fell nicht verfitzt oder glanzlos. An was du dich bei einem Goldi definitiv gewöhnen musst sind die Haare. Denn ein Goldi hat aufgrund seiner Geschichte sehr dichtes Fell mit viel Unterwolle. Deine Wohnung wird nie haarfrei sein. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden. Wenn ich Marley täglich kämme, vor allem während des Fellwechsels merke ich aber, wie stark der Haarverlust abnimmt. Viele schaffen sich aufgrund der langen Haare lieber einen Labrador an. Aber diese haaren genauso, nur das die Haare eben kürzer sind. Ich liebe Marleys langes Fell, so kann man sich richtig hineinkuscheln. Den Goldi gibt es in weiß (Showlinie), cremefarben (wie mein Marley) und in goldbraun ( Jagdlinie). Das Fell eines Golden Retriever ist mittellang und kann glatt oder auch wellig sein.

Was ich auch toll finde, ist der typische Golden Retriever Schwanz. Es ist einfach herzlich anzusehen, wenn Marley mit seinem Fecherschwanz hin- und herwedelt, dass schaut richtig elegant aus. Vor allem, wenn wir neue Hunde kennenlernen oder Marley etwas interessantes sieht, stellt er seinen Puschelschwanz richtig zur Schau, ein Blickfang schlechthin.

Ich wollte schon immer einen großen Hund und mit 60 cm Schulterhöhe hat Marley die perfekte Körpergröße. Man sagt, dass Rüden eine Größe von 56 bis 61 cm Widerristhöhe und Hündinnen 51 bis 56 cm erreichen können. Golden Retriever lieben es zu fressen, weshalb man das Gewicht immer im Auge behalten sollte. Hündinnen sollten nicht mehr als 36 kg wiegen und Rüden sollten ein Gewicht über 38 kg nicht überschreiten. Marley hat stolze 34 kg auf den Rippen und ist ein sehr sportlicher Goldi. Unsere Tierärztin ist mit dem Gewicht sehr zufrieden. Wir kennen auch Goldi´s mit mehr auf den Rippen und das sieht einfach nicht mehr gesund aus.

„Will to please“

Der Golden Retriever ist ein sehr intelligenter Hund, welcher lernen will. Ich liebe es Marley neue Dinge beizubringen und bin jedesmal aufs Neue überrascht, wie schnell er lernt. Klar, kommt es immer auf die zu lernende Aufgabe an aber meist reichen ein paar Minuten und er hat den Zusammenhang verstanden. Es ist wichtig, dem Goldi immer neue aufregende Dinge anzubieten, Unterforderung mag er gar nicht. Das heißt aber nicht, dass er jeden Tag bespaßt werden muss, Kuscheleinheiten stehen bei ihm auch ganz weit oben.

Apportieren, eine Leidenschaft des Golden Retriever

Wer sich einen Golden Retriever ins Haus holt, muss sich früher oder später mit dem Apportieren auseinandersetzen. Denn das ist seine Passion. Er wurde extra dafür gezüchtet abgeschossenes Wild zu apportieren. Aber keine Sorge, du musst jetzt keine Enten vom Himmel holen, dafür wurden Dummys erfunden. Ein Dummy ist nichts weiter als eine Attrappe, die man werfen oder einfach nur verstecken kann und der Goldi apportiert diese mit Vergnügen. Das ist eine Art der Beschäftigung die euch beiden Spaß macht. Ich habe bereits einen Beitrag zum Thema Dummytraining verfasst, wenn du magst, kannst du ihn dir gern durchlesen.

>> Dummytraining

Wasser ist sein Element

Der Golden Retriver ist nicht wasserscheu, eher das Gegenteil. Keine Pfütze bleibt verschont. In unserer Nähe gibt es viele Bäche und Seen, daher komme ich selten mit einem trockenen Hund nach Hause. Er liebt regnerische Tage. Wenn wir auf unserem Spaziergang vom Regen überrascht werden und ich am liebsten umdrehen würde, legt sich Marley mit Freuden auf die nasse Wiese oder springt in den Bach. Dabei ist es egal, wie kalt es draußen ist, durch sein dickes Unterfell macht ihm die Kälte nicht wirklich viel aus. Auch Schlamm kommt beim Goldi gut an. Marley nimmt zu gern ein entspanntes Schlammbad. Ja, es ist ärgerlich oft mit einem dreckigen Hund nach Hause zu kommen aber verbieten will ich es ihm einfach nicht. Es ist eh schwer zu verhindern, denn sobald Marley von der Leine ist, ist er auch schon in den Bach gesprungen.

Gesundheit

Leider ist der Golden Retriever anfällig für bestimmte Krankheiten. Das ist oft der Nachteil bei Rassehunden. Ganz typisch für den Golden Retriever sind Erkrankungen der Gelenke, wie Hüftdysplasie (HD) oder Ellenbogendysplasie (ED). Aber auch Krankheiten wie Hereditärer Katarakt (HC) und Progressive Retina Atrophy (PRA) können auftreten. Seriöse Züchter versuchen durch gezielte Zuchtauslese und bestimmte Zuchtvoraussetzungen solche Erkrankungen zu verhindern. Der Goldi hat eine Lebenserwartung von 12-14 Jahren, heutzutage kommt es aber immer öfter vor, dass sie 15 oder gar älter werden. Das sind doch gute Aussichten für uns.

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